“Mal eben einen Webshop einrichten” geht so leider nicht.
Wobei- moderne Systeme sind meistens mit einem Webinterface zur Installation ausgestattet und in wenigen Minuten grundsätzlich betriebsbereit. Viel schwieriger gestaltet sich aber die Vorbereitung: welches Shopsystem soll es denn sein?
Die grundsätzliche Frage lautet: mieten, kaufen oder Open Source.
Mietshops
Mietshops bieten den Vorteil, dass man sich um Sicherheitsupdates keine Gedanken machen muss und dass die grundsätzliche Administration meist schon vom Anbieter übernommen wird. Sie sind so gesehen die einfachste Form an seinen eigenen Onlineshop zu kommen. Wer aber vor hat seinen Webshop auf Dauer zu betreiben, der wird schnell durch die monatlichen Kosten auf einen Betrag kommen, mit dem sich ein Shop auch hätte kaufen lassen können- und ab dem Zeitpunkt zahlt man drauf.
Zudem sind Mietshops meist begrenzt- auf eine bestimmte Anzahl an Artikeln oder Besuchern. Für größere und auf Dauer angelegte Shops sind Mietshops also nur selten zu empfehlen.
kommerzielle Shopsysteme
Kommerzielle Shopsysteme haben oft eine lange Entwicklungszeit hinter sich und sind in vielen Dingen vor allem den Mietshops voraus. Die Kosten für ein kommerzielles Shopsystem liegen zwischen 300€ und mehreren Tausend. Leider bieten nicht alle dieser Shopsystem eine voll funktionsfähige Testversion an, und die Katze im Sack kaufen ist auf diesem Gebiet ein risikoreiches Unterfangen. Der Vorteil der kommerziellen Shop-Systeme liegt aber in jedem Fall darin, dass diese einen guten Kundensupport bieten und meist auch schneller einzurichten und anzupassen sind.
Open-Source-Onlineshops
Die meisten verwendeten Shopsysteme sind Open Source Systeme. Die bekanntesten sind hier wohl xt:commerce und os commerce. Beide haben eine enorme Funktionsvielfalt, auch wenn diese teilweise durch Plugins nachträglich installiert werden müssen. Der Support ist hier natürlich nicht mit dem kommerzieller Systeme vergleichbar- wobei sich auch hier teilweise kostenpflichtige Support-Packages buchen lassen.
Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass man mit möglichen Problemen alleine da steht. Wie fast immer im Open Source Bereich gibt es hier eine aktive Anwendergemeinde, so dass sich über diverse Foren schnell Hilfe finden lässt.
Der größte Vorteil von Open Source Systemen ist aber nichtmal, dass sie keine Lizenzkosten haben, sondern vor allem der, dass sie open source, sprich: quelloffen sind. Das bedeutet, dass sich das System durch einen Programmierer erweitern lässt. Das macht diese Systeme zukunftssicher.
Was soll es denn nun sein?
Vor der Entscheidung sollte man sich immer darüber im Klaren sein, was einem an seinem Shop wirklich wichtig ist und welche Funktionen vernachlässigt werden könnten. Je nach Anspruch wird es den perfekten Shop meist nur mit zusätzlicher Programmierung geben. Oft ist es aber so, dass man auf einige Funktionen auch gut verzichten kann, wenn dies erheblich die Kosten senkt. Natürlich nicht auf zentrale Funktionen wie einen Warenkorb, aber vielleicht auf ungefragte Produktempfehlungen oder zusätzliche Bildergalerien.
Um für Sie die Auswahl des passenden Webshops zu erleichtern, hat die Onlineabteilung einen Onlineshop-Fragenkatalog zusammengestellt, den Sie sich hier herunterladen können. Mit Hilfe dieser Fragen können Sie selbst oder Ihre Internetagentur den passenden Webshop für Ihr Vorhaben finden.
Grundsätzlich empfehlen wir Open Source Systeme, einfach aus dem Grund, dass sie aufgrund ihrer Erweiterbarkeit zukunftssicher sind. Auch wenn der Aufwand der Einrichtung und Anpassung hier meist etwas größer ist, rechnet es sich schnell, da diese Kosten die Anschaffungskosten eines kommerziellen Systems oft nicht überschreiten, Sie aber einen maximal auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Onlineshop erhalten.
One Trackback
[...] Die Zeiten, in denen man sich seinen Onlineshop noch selbst programmieren musste, sind nämlich längst vorüber. Mittlerweile ist es ganz einfach, einen eigenen Shop in das Web zu stellen und entsprechende [...]